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Unser Denken und Handeln ist auf Stadtqualität ausgerichtet. Der Maßstab ist das Stadtquartier: es ist die Brücke zwischen Standort und Stadt, Lage und Gegend, Investment und Gemeinwohl. Mit der von uns entwickelten Methodik der Indikatoren basierten Beratung, Planung und Gestaltung finden wir zukunftssichere Antworten auf die Fragen aktueller Projekt- und Stadtentwicklung. Ein Beirat hervorragender Persönlichkeiten, u.a. Wolfgang Christ und Thomas Sieverts, unterstützt uns dabei mit kritischer Sympathie.
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Wolfgang Christ

Mitte_Mall_Media: Architektur und Städtebau des Handels im Prozess der Moderne

Innenstadthandel – Retail Urbanism

 

Kaum ein neues Shopping Center wird in einer Stadt gebaut, ohne dass schon im Vorfeld in Politik und Öffentlichkeit kontrovers diskutiert wird. Fast immer geht es dabei auch um alles oder nichts. Es wird grundsätzlich gefragt, ob ein großes und marktmächtiges Objekt wie ein Center – ob es nun „Arcade“ oder „Galerie“ heißt, spielt da keine Rolle – in die Mitte einer Stadt oder eines Stadtteils gehört und ob es überhaupt mit der europäischen Stadtbaukultur in Einklang gebracht werden kann. Obwohl mittlerweile mehr als 450 Center in Detuschland existieren und seit vielen Jahren im Schnitt pro Monat ein neues hinzukommt, kann von einer Normalität im Verhältnis von Stadt und Center nicht die Rede sein. Bedenkt man schließlich, dass die Centertypologie mehr als ein halbes Jahrhundert existiert und die Handelsplattform sich am Markt die höchste Wertschätzung der Kundinnen und Kunden erworben hat, dann ist es umso erstaunlicher, warum das Center im Zuge einer Projektentwicklung immer wieder prinzipiell infrage gestellt werden kann.

Der vorliegende Beitrag nähert sich der Thematik über den Umweg der historischen Rekonstruktion: Es soll zum einen gezeigt werden, dass der Handel seit Jahrhunderten den Fortschritt konsequent, kontinuierlich und unmittelbar in die Mitte der Stadt trägt. In vielen Fällen ist die Konfrontation von Handelskultur mit Stadtkultur unter Vorzeichen wie alt – neu, klein – groß, lokal – global, konventionell – innovativ, daher vorprogrammiert. Was wir dann erkennen können, ist ein konfliktreiches und von Emotionen bestimmtes Ringen um die Identität der Stadt an sich. Im Kern geht es um das, was eigen und was fremd ist.

Erschienen

2014 im Rehm–Verlag

Verfasser

Wolfgang Christ

Category
Publikation